Treffen Rettungsdienst Fachgruppe

Nächstes Treffen am 10.Mai 18.00 Waldstube Saarwellingen. Es kommt der Tarifexperte für Dienstplan und Löhne aus Rheinland Pfalz.


Riesenerfolg von Verdi bei den DRK Tarifverhandlungen

Am Mittwoch den 23.4.08 hat die ver.di Tarifkommission des DRK dem Schlichterspruch zugestimmt.

Das Ergebnis in Kürze:

Ab dem 1.4.08 werden alle Tarifentgelte um 50 Euro erhöht.
Ab dem 1.7.08 um weitere 3,1 %
Ab dem 1.1.09 nochmalige Erhöhung um 0,7 %
Für die Monate Jan bis März wurde eine Einmalzahlung von 380 Euro
vereinbart, die im Juni 08 mit 200 und  November mit 180 Euro fällig
wird.
Im Jan 09 ist eine weitere Einmalzahlung in Höhe von 225 Euro vereinbart.

Die Laufzeit beträgt 15 Monate, danach ab 1.4.09 wird bereits weiter
über Lohnerhöhung verhandelt.

Für Altbeschäftigte wurde die Bewährungs- und Zeitaufstiege  bis zum
31.12.09 wieder in Kraft gesetzt. Aufsteiger von Gruppe 6 (ehemals 6b in
5c) in 8 können und müssen !!! dies bis zum 31.12.09 beantragen.

Allgemeine Arbeitszeitverlängerung um nur 0,5 Stunden pro Woche (39
Stunden statt der vom DRK geforderten 42-Stunden Woche) , außer
Rettungsdienst, da bleibt alles so wie es ist.

Die Tabellenerhöhungen bedeuten bei der Laufzeit von nur 15 Monaten
(danach gibts wieder mehr) je nach Entgeldgruppe Steigerungen zwischen 5
und 7,4 Prozent. Ganz wichtig für Besitzstandsregelung: Alle, die die
Besitzstandsregelungen haben: das bleibt unangetastet. Somit gilt die
Erhöhung für alle gleich ohne Abschmelzung !

Das bedeutet, daß die vielen Streiks und Protestveranstaltungen eine
Verhandlungsgrundlage geboten haben bei der wir nach der hartnäckig
gehaltenen Arbeitgeberposition im Rahmen der 6 monatigen
Verhandlungen nun eine völlige Umkehr erreicht haben. Zwischen 1500 und
2000 Euro mehr in den nächsten 12 Monaten, das muss eingentlich der
klare Grund zum sofortigen Beitritt zur Ver.di sein. Denn laut Satzungen
gelten diese Lohnerhöhungen nur für Ver.di Mitglieder.

Also, wartet nicht, sofort auf Verdi-Beitritt klicken und eintragen. Wir
brauchen spätestens für Anfang nächstes Jahres eine noch höher und
breiter organisierte Arbeitnehmerschaft im DRK, wenn wir mehr erreichen
wollen.

Kurz. wir brauchen Euch um z.b. noch dieses Jahr in Richtung Rentenalter
60 ähnlich wie Polizei und Feuerwehr zu arbeiten. Das ist Arbeit über
Jahre um hier Einsichten zu vermitteln. 5 Jahre früher in die Rente bei
35 Berufsjahren bedeutet heute, daß man über 14 % weniger hat. Wer kann
in diesem Beruf bis 67 arbeiten ???

Wenn es Regelungen für Rente mit 60 für Polizei und Feuerwehr ohne
Rentenverlust gibt, warum nicht auch für uns ???

Werdet Ver.di Mitglied und arbeitet mit an unseren gemeinsamen Zielen.

Eure Ver.di Tarifkommission


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Tarifauseinandersetzung im Öffentlichen Dienst ist - für viele überraschend
– trotz gescheiterter Schlichtung ohne Erzwingungsstreik zum Abschluss gekommen.
Das erkämpfte Ergebnis ist ein voller Erfolg und kann sich sehen lassen. So
bewerten das auch unsere Mitglieder, wie die ersten Auswertungen der laufenden
Mitgliederbefragung zeigen. Dieser Abschluss liegt deutlich über der
Inflationsrate und bringt unseren Mitgliedern seit langem erstmals wieder einen
Reallohnzuwachs, und zwar über die gesamte zweijährige Laufzeit dieses
Abschlusses.

Wieder einmal ist sehr deutlich geworden, dass Tarifauseinandersetzungen immer
Machtfragen sind. Die massiven, bundesweiten Warnstreikaktionen waren so
überzeugend, dass die öffentlichen Arbeitgeber unbedingt einen
Erzwingungsstreik, der sie viele Millionen Euro gekostet hätte, vermeiden
wollten. Deshalb waren sie trotz der gescheiterten Schlichtung darauf verpicht,
unbedingt einen Abschluss auf Verhandlungsebene zu erreichen.

Was der ÖD erfolgreich hinter sich hat, steht den DRK-Beschäftigten noch bevor.
Die DRK-Bundestarifgemeinschaft hat die Schlichtung beantragt. Näheres könnt ihr
dem anliegenden Infoblatt entnehmen. Im Augenblick herrscht bis zum Ende der
Schlichtungsverhandlung Friedenspflicht. Das heißt aber nicht, dass wir uns
jetzt entspannt zurück lehnen können. Denn vieles spricht dafür, dass auch diese
Schlichtung nicht zu einem annehmbaren Ergebnis führt und scheitert. Dann
müssen wir raus auf die Straße – und zwar massenhaft !

Macht das auch allen euren Kollegen/innen klar, die noch immer glauben, sie
kämen mit einer Vogel-Strauß-Politik zum Ziel. Macht ihnen auch klar, wie
wichtig eine Gewerkschaftmitgliedschaft ist, und zwar nicht nur wegen des
Streikgeldes, dass unsere Mitglieder während der Streiktage als
Lohnersatzleistung erhalten.

Den Kopf in den Sand zu stecken hilft nicht weiter – genau darauf setzt der Herr
Graf von Waldburg-Zeil, seines Zeichens Vorsitzender der DRK-Bundestarifgemeinschaft.


Also, zeigt es dem „verarmten Landadel“ ! Lasst euch nicht nach Gutsherrenart
mit einem Nasenwasser abspeisen!

Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren!


Mit den besten Grüßen,


Rainer Ehlert


Protestveranstaltung für mehr Lohn für alle DRK-Beschäftigten

Donnerstag, 27. März 2008 18.00 Uhr, Saarlouis Großer Markt - am Brunnen

Aktuelles Angebot des DRK:
Verlängerung der Arbeitszeit von 38,5 auf 42 Wochenarbeitsstunden bei Kürzung des Weihnachtsgeldes von 90% auf 60% und Lohnerhöhung von max. 1%.

real = -12%

Wenn Ihr das nicht wollt, kommt alle zu dieser Veranstaltung!

Verdi-Informationen zum Download


TOPNEWS 6. März 2008

Ein Arbeitsgericht hat gestern Abend entschieden, dass die Notfallrettung durchgezogen werden muss. Allerdings müssen erst alle Freiwilligen gefragt werden, ob sie arbeiten. Desweiteren gilt diese Verfügung nur für den heutigen Tag, für zukünftige Tage sollten Notfallvereinbarungen getroffen werden. Es kann, wenn ich es richtig interpretiert habe, die Notfallrettung auch bestreikt werden. Der Krankentransport kann ohne Einschränkung bestreikt werden heute und in Zukunft.


Informationen zum DRK-Reformtarifvertrag

Die Situation beim Deutschen Roten Kreuz war so, dass viele Gliederungen aus der Bundestarifgemeinschaft ausgetreten sind und den DRK-Tarifvertrag nicht mehr anwendeten. Dies führte zu einer völlig unübersichtlichen Situation, die die Arbeitgeberseite völlig unerträglich fand.

Die Gewerkschaft ver.di und das DRK verständigten sich darauf, einen Reformtarifvertrag auszuhandeln, der so attraktiv ist, dass die ausgetretenen Gliederungen wieder in die Bundestarifgemeinschaft eintreten, den Tarifvertrag wieder anwenden und so wieder einheitliche Arbeitsbedingungen beim DRK herrschen.

Dieser Reformtarifvertrag ist am 01.01. 2007 in Kraft getreten.
Für die zu diesem Zeitpunkt beim DRK beschäftigten Mitarbeiter wurde eine Besitzstandsregelung vereinbart.
Alle neu einzustellenden Mitarbeiter werden nach "Neuem Recht" beschäftigt. Das bedeutet, dass Mitarbeiter nach neuem Recht, je nach Lebensalter, zwischen 5 % und 20 % weniger verdienen, als sie nach dem alten Tarifvertrag verdient hätten.

Die Arbeitgeberseite hat im Dezember 2007 vorgetragen, dass der neue Tarifvertrag ein voller Erfolg sei und das Ziel, dass mehr und mehr DRK-Gliederungen wieder in die Bundestarifgemeinschaft eintreten und der Reformtarifvertrag auf dem Wege ist, wieder zum Flächentarifvertrag zu werden. Umso erstaunlicher ist es vor diesem Hintergrund, dass das DRK die erste Möglichkeit, die vereinbarte Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden und das vereinbarte Weihnachtsgeld von 90 % eines Monatslohnes für die unteren Lohngruppen, zu kündigen und von ver.di zu verlangen, dass die Regelarbeitszeit auf 42 Wochenstunden verlängert wird und das Weihnachtsgeld um 30 % verkürzt. Dies wäre eine Gehaltskürzung von ca. 12 %.

Nach drei Verhandlungsrunden hat das DRK gestern angeboten, die Arbeitszeit auf 40 Wochenstunden zu verlängern, aber rückwirkend zum 01.01. 2008 die Löhne um 2,1 % und am 01.07. 2008 um ein weiteres % zu erhöhen.
Dieses Angebot, teilte das DRK mit, gilt nur bis zum Abend des 08.02., also nur heute.
Die Erweiterung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Std. bedeutet im Umkehrschluss eine Lohnsenkung von ca. 3,8 %. Unter dem Strich bedeutet das Angebot immer noch eine Lohnsenkung von ca. 1 %.
Dieses Angebot war für ver.di nicht annehmbar. Die Arbeitgeberseite reagierte indem sie mitteilte, dass man jetzt wieder über das Angebot von Dezember verhandeln würde.

Die Verhandlungen wurden abgebrochen. ver.di teilte der Arbeitgeberseite mit, dass sie bis Ende März ein verhandlungsfähiges Angebot unterbreiten könnte und dass, wenn das nicht geschieht, die Verhandlungen offensichtlich gescheitert sind.

Die Arbeitgeberseite teilte mit, dass die jetzige Situation allein der Unbeweglichkeit und Sturheit von ver.di zuzuschreiben sei und dass sie, die Arbeitgeber diese Tatsache jetzt sehr aktiv in den Betrieben kommunizieren würden.


Interessante Links:

www.rettungsdienst-im-umbruch.de

www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,534176,00.html